Dolmetscher

16 Dolmetschdienste in der Schweiz im Überblick – mit Leistungen, Standorten und Kontaktangaben aus öffentlich prüfbaren Quellen.

Karte der Schweiz St. Gallen: 2 Dolmetschdienste; Genf: 3 Dolmetschdienste; Luzern: 1 Dolmetschdienst; Bern: 3 Dolmetschdienste; Zürich: 4 Dolmetschdienste; Lausanne: 2 Dolmetschdienste; Mendrisio: 1 Dolmetschdienst; Lugano: 2 Dolmetschdienste; Solothurn: 1 Dolmetschdienst; Comano: 1 Dolmetschdienst; Winterthur: 1 Dolmetschdienst Zürich 4 Zürich: 4 Dolmetschdienste Genf 3 Genf: 3 Dolmetschdienste Bern 3 Bern: 3 Dolmetschdienste St. Gallen 2 St. Gallen: 2 Dolmetschdienste Lausanne 2 Lausanne: 2 Dolmetschdienste Lugano 2 Lugano: 2 Dolmetschdienste Luzern: 1 Dolmetschdienst Mendrisio: 1 Dolmetschdienst Solothurn: 1 Dolmetschdienst Comano: 1 Dolmetschdienst Winterthur: 1 Dolmetschdienst
Fläche der Punkte proportional zur Anzahl Dolmetschdienste am Ort. Gezählt werden Hauptsitze und weitere Standorte. Geodaten: swisstopo.

Alle Dolmetschdienste in der Schweiz

16 Einträge, alphabetisch

Was macht ein Dolmetschdienst?

Dolmetschen ist die mündliche Übertragung von Gesprochenem in eine andere Sprache – konsekutiv mit zeitlicher Verzögerung, etwa bei Verhandlungen und Behördenterminen, oder simultan, also gleichzeitig, meist an Konferenzen.

Ein Dolmetschdienst vermittelt Dolmetscherinnen und Dolmetscher für Gespräche, Verhandlungen, Notartermine, Betriebsbesichtigungen, Schulungen oder Behördentermine. Beim Konsekutivdolmetschen spricht die Rednerin einen Abschnitt, die Dolmetscherin gibt ihn mit Hilfe von Notizen in der anderen Sprache wieder. Beim Flüsterdolmetschen wird leise und gleichzeitig für eine oder zwei Personen gedolmetscht. Immer häufiger finden Einsätze auch per Telefon oder Video statt.

Bei Strafverfahren zieht die Verfahrensleitung von sich aus eine Übersetzerin oder einen Übersetzer bei, wenn eine beteiligte Person die Verfahrenssprache nicht versteht (Art. 68 Strafprozessordnung). Kantone führen dafür eigene Verzeichnisse; im Kanton Zürich gibt es für Dolmetschende bei Behörden und Gerichten ein Akkreditierungsverfahren mit Kurs und Prüfung. Für Gespräche im Gesundheits-, Sozial- und Bildungsbereich gibt es interkulturell Dolmetschende; der Fachverband INTERPRET vergibt ein Zertifikat, zudem gibt es eine eidgenössische Berufsprüfung mit Fachausweis.

Gute Vorbereitung entscheidet über die Qualität: Dolmetschende brauchen Unterlagen, Namen, Fachbegriffe und den Ablauf im Voraus. Für Verhandlungen und Notartermine lohnt sich eine Person, die die Fachsprache des Gebiets kennt.

Kosten und Abrechnung

Dolmetschen wird meist nach Stunden oder Halbtagen abgerechnet, mit Mindestdauer pro Einsatz; dazu kommen Reisezeit und Spesen. Zuschläge gelten oft für Abende, Wochenenden und kurzfristige Aufträge, Annullierungskosten für kurzfristige Absagen. Als Orientierung für Behördeneinsätze: Der Kanton Zürich entschädigt akkreditierte Dolmetschende in amtlichen Mandaten in Strafsachen nach einem kantonalen Tarif mit Stundenansatz und Zuschlägen für Nacht- und Wochenendeinsätze; private Aufträge werden frei vereinbart.

Typische Leistungen

  • Konsekutivdolmetschen bei Verhandlungen, Sitzungen und Besichtigungen
  • Begleitdolmetschen bei Notar-, Behörden- und Arztterminen
  • Flüsterdolmetschen für einzelne Personen
  • Telefon- und Videodolmetschen
  • Vermittlung von Dolmetschenden für seltene Sprachen
  • Vorbereitung mit Glossar und Unterlagen der Auftraggebenden

Woran Sie einen guten Dolmetschdienst erkennen

  • Dolmetschende mit Ausbildung, Fachausweis oder nachweisbarer Erfahrung in der Gesprächsart
  • Kenntnis des Fachgebiets, etwa Recht, Medizin oder Technik
  • Schweigepflicht und Neutralität sind vertraglich geregelt
  • Klare Regeln zu Mindestdauer, Reisezeit, Spesen und Annullierung
  • Bei Behördenterminen: Erfahrung mit dem Ablauf und den Erwartungen der Behörde

Nach Standort

Gezählt werden Hauptsitze und weitere Standorte. Eine eigene Seite gibt es ab 3 Einträgen in einer Stadt; die übrigen Orte öffnen die gefilterte Liste.

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Ratgeber

Häufige Fragen zum Thema Dolmetschen

Was ist der Unterschied zwischen Dolmetschen und Übersetzen?
Übersetzen bezieht sich auf geschriebene Texte, Dolmetschen auf gesprochene Sprache. Viele Fachleute bieten beides an, die Ausbildung und die Anforderungen unterscheiden sich aber.
Was kostet ein Dolmetscher pro Stunde?
Private Dolmetschdienste legen ihre Ansätze selbst fest und rechnen meist pro Stunde oder Halbtag mit einer Mindestdauer ab, dazu kommen Reisezeit und Spesen. Einen amtlichen Referenzwert gibt es im Kanton Zürich: Akkreditierte Dolmetschende erhalten in Strafsachen 90 Franken pro Stunde, bei besonders schwierigen Einsätzen 120 Franken. Mehr im Kosten-Ratgeber.
Brauche ich beim Notar einen Dolmetscher?
Wenn Sie die Sprache der Urkunde nicht ausreichend verstehen, in der Regel ja. Das Beurkundungsverfahren regeln die Kantone. Im Kanton Bern etwa muss die Urkunde einer Partei, die die Urkundssprache nicht hinreichend versteht, genau übersetzt werden, und die übersetzende Person bestätigt dem Notar, dass die Partei den Inhalt kennt (Art. 47 Notariatsverordnung). Klären Sie vor dem Termin mit dem Notariat, wer dolmetscht.
Braucht es bei der Trauung im Zivilstandsamt einen Dolmetscher?
Ist die Verständigung bei der Amtshandlung nicht gewährleistet, muss eine sprachlich vermittelnde Person beigezogen werden (Art. 3 Abs. 2 Zivilstandsverordnung). Die Kosten tragen die beteiligten Privaten, ausser bei der Vermittlung für Gehörlose. Das Zivilstandsamt hält die Personalien der dolmetschenden Person fest und weist sie auf die Straffolgen einer falschen Vermittlung hin.
Wer bezahlt den Dolmetscher beim Arzt, im Spital oder in der Schule?
Meist die Stelle, die den Einsatz bestellt, etwa das Spital oder die Schule – einheitlich geregelt ist das aber nicht. Dolmetschende können nicht selbst über die Krankenversicherung abrechnen. Wer in welchem Fall zahlt und was die regionalen Vermittlungsstellen verlangen, erklärt unser Ratgeber «Interkulturelles Dolmetschen in der Schweiz».
Kann man einen Dolmetscher per Telefon oder Video buchen?
Ja. Die meisten regionalen Vermittlungsstellen für interkulturelles Dolmetschen bieten Telefon- und Videodolmetschen an, abgerechnet meist mit einer Pauschale für die ersten 15 oder 30 Minuten und danach pro Minute. Einzelne Dolmetschdienste im Verzeichnis bieten ebenfalls Telefon-, Video- oder Remote-Dolmetschen an. Für Verhandlungen und heikle Gespräche ist ein Einsatz vor Ort oft besser.
Wo finde ich Gebärdensprachdolmetscher?
Über die Stiftung Procom, laut BAG die einzige Anbieterin professioneller Gebärdensprach-Dolmetschdienste in drei Landessprachen. Bestellt wird über das Formular auf procom.ch, im Notfall über die Telefonvermittlung. Für IV-berechtigte gehörlose Menschen sind bestimmte Einsätze kostenlos; Schulen und Ämter müssen den Einsatz gemäss Behindertengleichstellungsgesetz selbst bestellen und bezahlen.
Wie früh sollte ich einen Dolmetscher buchen?
So früh wie möglich, besonders für seltene Sprachen, Fachgebiete oder Einsätze ausserhalb der Bürozeiten. Senden Sie Unterlagen, Namen und Fachbegriffe einige Tage vor dem Termin.