Was macht ein Büro für medizinische Übersetzungen?
Medizinische und pharmazeutische Übersetzungen umfassen Texte aus Klinik, Forschung und Zulassung – etwa Arztberichte, Studienprotokolle, Packungsbeilagen und Gebrauchsanweisungen von Medizinprodukten – und verlangen Fachkenntnis, genaue Terminologie und die Einhaltung regulatorischer Vorgaben.
Die Schweiz ist ein bedeutender Standort für Pharma und Medizintechnik, und die Sprachvorgaben sind streng. Die Patienteninformation von Humanarzneimitteln ist nach den Vorgaben von Swissmedic in den drei Amtssprachen abzufassen. Für Medizinprodukte verlangt die Medizinprodukteverordnung, dass Kennzeichnung und Gebrauchsanweisung in den drei Amtssprachen vorliegen; weniger Sprachen oder Englisch sind nur unter mehreren Bedingungen zulässig, etwa bei Produkten, die ausschliesslich an Gesundheitsfachpersonen abgegeben werden.
Neben regulatorischen Texten übersetzen spezialisierte Büros Arztberichte und Austrittsberichte für Patientinnen und Patienten, Unterlagen für klinische Studien, Fachartikel und Schulungsmaterial. Die Anforderungen sind unterschiedlich: Ein Studienprotokoll braucht exakte Terminologie, eine Patienteninformation vor allem Verständlichkeit für Laien.
Weil Fehler hier Folgen für die Gesundheit haben können, sind eine zweite fachliche Prüfung, eine gepflegte Terminologie und klare Abläufe für Änderungen wichtiger als in vielen anderen Fachgebieten. Bei Gesundheitsdaten kommt der Datenschutz dazu: Klären Sie, wo die Daten bearbeitet werden und wer Zugriff hat.
Kosten und Abrechnung
Medizinische Texte werden nach Wörtern, Zeilen oder Seiten abgerechnet; regulatorische Projekte oft als Gesamtofferte mit Terminologie, Revision und Formatierung. Kostentreiber sind die Zahl der Sprachen, Prüfschritte wie Rückübersetzungen, enge Zulassungsfristen und Layoutarbeiten für Packungstexte. Bei laufenden Produktfamilien senkt ein gepflegter Übersetzungsspeicher die Kosten deutlich.