Was macht ein Büro für Lektorat und Korrektorat?
Ein Korrektorat prüft einen Text auf Rechtschreibung, Grammatik, Zeichensetzung und Typografie; ein Lektorat geht weiter und verbessert Stil, Verständlichkeit, Aufbau und Einheitlichkeit.
Viele Übersetzungsbüros prüfen nicht nur Übersetzungen, sondern auch Texte, die direkt in einer Sprache geschrieben wurden: Geschäftsberichte, Broschüren, Websites, wissenschaftliche Arbeiten oder Bücher. In der Schweiz gehört dazu die Schweizer Rechtschreibung – im Deutschen ohne «ß» –, die Schweizer Schreibweise von Zahlen und Daten und Hausregeln wie gendergerechte Sprache.
Bei Übersetzungen unterscheidet man die Revision, bei der eine zweite Fachperson die Übersetzung mit dem Ausgangstext vergleicht, vom Lektorat des Zieltextes ohne Vergleich mit dem Original. Beides hat seinen Platz: Die Revision findet inhaltliche Fehler, das Lektorat verbessert die Lesbarkeit.
Für Druckprodukte kommt das Korrektorat im fertigen Layout dazu: Trennungen, Umbrüche, Seitenverweise und Bildlegenden. Klären Sie im Voraus, ob im Word-Dokument, im PDF oder direkt in der Layoutdatei korrigiert wird.
Kosten und Abrechnung
Lektorat und Korrektorat werden nach Stunden, nach Seiten, nach Wörtern oder pauschal abgerechnet. Der Aufwand hängt stark von der Qualität des Ausgangstextes ab; seriöse Büros sehen sich deshalb eine Probe an, bevor sie einen Fixpreis nennen. Ein Lektorat kostet in der Regel mehr als ein Korrektorat desselben Textes.